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Spielberichte RL Süd 00/01
12. Spieltag: KSC - VfB Stuttgart (A.) 1:0

14.10.2000, Karlsruhe, Wildparkstadion

Nach zwei Jahren Pause kam es endlich wieder zum baden-württembergischen Derby gegen den VfBäh Stuttgart. Der Unterschied zu früher bestand allerdings darin, dass sich lediglich das zweite Team der Schwaben im Wildpark vorstellte.

Der gegenseitigen Abneigung tat dieser Umstand allerdings keinen Abbruch. Rund 300 pöbelnde Rot-Weiße füllten den Auswärtsblock und erwiesen sich auch gleich als nette Gäste - "Hass"-Plakate, ein schwarzes Kreuz und "Wir tragen Euch zu Grabe"-Spruchband verdeutlichten schon frühzeitig das niedrige Niveau der mitgereisten VfBääähler.

Wesentlich schöner anzusehen war da schon das Intro des KSC - in Block D1 wurden blaue Pappen hochgehalten, während vom Oberrang überdimensionale, in "Superman"-Schrift gehaltene Plakate heruntergelassen wurden, auf denen "SUPER KSC" zu lesen war. Dies gab ein wirklich beeindruckendes Bild ab.

Begleitet von Anti-Schwaben-Gesängen ging das Spiel vor 9.500 Zuschauern schließlich los.
Schon bald landete ein abgefälschter Schuß beim wiedergenesenen KSC-Stürmer Aydin Cetin, der den Gästekeeper umdribbelte und zur Freude der KSC-Fans nach bereits acht Minuten für die Führung sorgte. Die Rot-Weißen Anhänger hatten nun nichts besseres zu tun, als gegen den Zaun in Richtung KSC-Fans zu springen und irgendwelche Gegenstände zu werfen. Dies erinnerte doch irgendwie an die letzte Bundesliga-Partie gegen die Schwaben, als am Begrenzungszaun neben allerhand verbalen Unfreundlichkeiten unter anderem auch mit Sand gefüllte Becher die Seiten wechselten.

Nachdem die erhitzten Gemüter sich wieder beruhigt hatten, galt die Konzentration wieder dem grünen Rasen. Einige Minuten später hatte Cetin gar die Chance auf 2:0 zu erhöhen, in der Folgezeit fehlte es dem Sturm allerdings an Durchschlagskraft. Der KSC dominierte die Partie zwar klar, doch im Strafraum tat sich nicht viel.
So ging es dann auch mit der 1:0-Führung in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde zunächst auf beiden Seiten kräftig gezündelt, und die Sicht aufs Spielfeld war vorläufig vernebelt. Doch als sich die Nebelschwaden wieder gelegt hatten, offenbarte sich nichts Erfreuliches - der KSC hatte während der Pause ziemlich abgebaut, der VfBäh war genauso schwach wie vorher, und das Spiel folglich nicht mehr sonderlich unterhaltsam.

Erst Schiri Wack, der bereits vorher mit gelben Karten um sich geworfen hatte, brachte eine Viertelstunde vor Schluß wieder Leben in die Bude - nach einem harmlosen Foul schickte er Michael Zepek unter die Dusche, was die KSC-Fans wiederum auf die Palme brachte. Nachdem daraufhin aus dem KSC-Block allerhand Unrat auf den Platz geflogen war, wurde Kapitän Grimm vom Unparteiischen mit der Beruhigung des Blau-Weißen Anhangs beaufragt.

Die letzten Minuten verteidigte der KSC mit vereinten Kräften, und jede Aktion der Schwaben begleitete ein gellendes Pfeifkonzert.
Schließlich ertönte endlich der Schlusspfiff, und einige der KSC-Akteure sanken erleichtert zu Boden.

Dann ging es wieder einmal auf die verdiente Ehrenrunde, auf der auch einige nassgeschwitzte Trikots den Besitzer wechselten.

Der KSC hat zwar nicht gerade überzeugt, doch immerhin stehen drei weitere Punkte zu Buche und Platz zwei wurde somit weiter gefestigt.


Siehe auch:
> RL Süd 00/01 > 12. Spieltag: KSC - VfB Stuttgart (A.) 1:0
12. Spieltag: KSC - VfB Stuttgart (A.) 1:0
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