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Spielberichte Bundesliga 07/08
31. Spieltag: Hertha BSC Berlin - KSC 3:1

03.05.2008, Berlin, Olympiastadion

Für den KSC-Auftritt in der Hauptstadt bot sich ein verlängertes Wochenende an. Bereits am freien Donnerstag (Maifeiertag) ging es los, so dass wir vier Tage Zeit hatten, die Spreemetropole zu erkunden.
Touristische Highlights hat Berlin natürlich in Hülle und Fülle zu bieten, lediglich das Wetter ließ dabei stellenweise etwas zu wünschen übrig.

Das sportliche Highlight sollte dann am Samstag folgen. Im Berliner Olympiastadion stand ein echtes Freundschaftsspiel an. Die Fans beider Clubs pflegen seit langem eine innige Fanfreundschaft, und so war man doch sehr gespannt, wie der Empfang ausfallen würde. Der KSC wurde zu diesem Spiel von schätzungsweise zwei- bis dreitausend Fans begleitet. Im Gästebereich gibt es leider nur Sitzplätze, diese waren aber zumindest günstig und die Sitze hochklappbar, weshalb die meisten Fans das Spiel im Stehen verfolgen konnten.

Die badischen Gäste wurden herzlich empfangen, Sabine Wittwers KSC-Lied erklang im Stadion, die Hertha-Fans skandierten die KSC-Mannschaftsaufstellung mit. Friede, Freude, Eierkuchen sozusagen - wie sollte man bei soviel Harmonie wohl Spannung für ein anstehendes Fußballspiel aufbauen?

Zu Spielbeginn präsentierte die Berliner Ostkurve eine gelungene Choreographie mit den Logos von Hertha und dem KSC und einem Banner mit dem Schriftzug "Ein Bündnis für die Ewigkeit".

Während der ersten Minuten gab es dann einen lautstarken "Karlsruhe"-"Hertha"-Wechselgesang, wobei die Herthaner "Karlsruhe" skandierten und die Karlruher "Hertha". Bald allerdings wurde die gute Stimmung abrupt beendet. Die KSC-Ultras hatten für die zweite Halbzeit ebenfalls eine Choreographie vorbereitet, die aber nach größerem Hickhack vor Spielbeginn verboten worden war. Die deutsche Bürokratie ließ grüßen, offenbar scheiterte es an Formalitäten bei der Anmeldung der Choreo. Aus Sicht der Ultras sicherlich verdammt ärgerlich, wenn man viel Mühe und Arbeitsaufwand investiert hat, doch die beleidigte Reaktion der KSCler auf das Verbot stieß nicht überall auf Verständnis: nach etwa zehn Minuten verließen diese geschlossen den Block und bestraften sich dabei selbst. Die Hertha-Ultras schlossen sich aus Solidarität an, und vor dem Stadion wurde gemeinsam demonstriert.

Für die Stimmung im Block war der Boykott natürlich nicht gerade förderlich. Der KSC geriet dann noch ziemlich unnötig durch zwei individuelle Fehler mit 0:2 in Rückstand. Während viele Herthaner in der zweiten Halbzeit wieder in ihren Block gingen, bleiben die KSCler dem Geschehen weiterhin fern. Schade für die KSC-Mannschaft, die in Halbzeit zwei nochmal richtig Gas gab und eine tolle Leistung ablieferte. Etwas mehr Support hätten sich die Jungs dabei sicher verdient gehabt. Natürlich war die Aktion nicht gegen die Mannschaft gerichtet, aber im Ergebnis machte es für die Spieler sicher den Eindruck

Die im Gästeblock verbliebenen Fans machten trotzdem einigermaßen Stimmung, und nach Kapllanis Anschlusstreffer wäre noch mehr dringewesen. Statt des überfälligen KSC-Ausgleichs erzielte Hertha allerdings kurz vor Schluss durch einen eigentlich unübersehbaren Abseitstreffer den 3:1-Endstand. Damit hatte sich das Thema Internationaler Wettbewerb für den KSC wohl endgültig erledigt.


Siehe auch:
> Bundesliga 07/08 > 31. Spieltag: Hertha BSC Berlin - KSC 3:1
31. Spieltag: Hertha BSC Berlin - KSC 3:1
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